Von Chicago nach Elkhart

Unsere Reise begann mit einem angenehmen Flug in der Premium Economy-Klasse, was für einen entspannten Start sorgte. Nach unserer Ankunft in Chicago entschieden wir uns für einen Lyft zum Hotel, da es bereits spät am Abend war. Die Zeitumstellung verursachte jedoch einen frühen Start in den nächsten Tag.

 

Die Stadt war bereits im Vorfeld des Festtages mit Menschen überfüllt. it dem grünfärben des Chicago Rivers, jachdem wir einen Platz für dieses Spektakel gefunden hatten, genossen wir die 15-minütige Show inmitten der Menschenmenge.

Anschließend machten wir uns auf den Weg und die eindrucksvollen St. Patrick's Day Parade zu beobachten. 

Um danach dem Trubel zu entkommen, entschieden wir uns für einen Besuch des Montrose Beach, um die Skyline der Stadt zu bewundern. Dort konnten wir die Schönheit Chicagos in Ruhe genießen, fernab der Massen.

 

Am eigentlichen St. Patrick's Day waren alle in festlich gekleidet, was die Atmosphäre noch schöner machte. Unser nächstes Ziel war das Skydeck, um die Stadt von oben zu betrachten – eine Erfahrung, die für Jung und Alt gleichermaßen ist.

Am Abend setzten wir unsere Reise mit einem Mietwagen fort nach Elkhart, wo wir am nächsten Tag unsere Neuwagenüberführung von Road Bear nach Orlando antraten.

Die Umgebung um Elkhart ist bekannt für die Herstellung zahlreicher Wohnmobile, was der Stimmung zum Roadtraip etwas Einzigartiges verlieh. 

Die Neuwagenüberführung begann mit Vorfreude und Abenteuerlust, als wir endlich unser Motorhome vom RoadBear Team in Empfang nahmen (es wurde ein C 29-31 Slide-out Camper). Chris, ein freundlicher und hilfsbereiter Mitarbeiter von RoadBear, sorgte für eine gründliche und reibungslose Übergabe, bei der er uns alle wichtigen Details erklärt wurden. Er wies uns ebenfalls darauf hin, dass der Camper winterized war und empfahl uns, ihn erst in wärmeren Gegenden zu dewinterizen, um mögliche Schäden zu vermeiden (die nicht versichert sind). Er erklärte uns ebenfalls kurz, wie wir den Camper dewinterizen können, was im späteren Verlauf wichtig wird.

Unsere erste Etappe führte uns nach Louisville, Kentucky, wo wir die Gelegenheit nutzten, um uns mit Lebensmitteln bei Walmart einzudecken. Unterwegs bemerkten wir einige lose Schrauben im Camper, die offensichtlich bei der letzten Reinigung übersehen worden waren. Glücklicherweise hatte dies keinen Einfluss auf die Qualität oder Sicherheit des Fahrzeugs, aber es war ein guter Reminder für uns, den Camper vor jeder Fahrt gründlich zu überprüfen. Dank des Slideouts des Campers hatten wir reichlich Raum zur Verfügung. Selbst mit drei Erwachsenen gab es ausreichend Stauraum und Platz für jeden von uns im Inneren des Campers. Nach einem ruhigen Abend in Louisville machten wir uns am nächsten Morgen bei kaltem und nebligem Wetter auf den Weg nach Nashville, Tennessee.

Die Fahrt nach Nashville führte uns abseits der Autobahn durch wunderschöne  Landschaften und kleine Städte, die uns einen Einblick in das ländliche Leben in Indiana und Tennessee boten. Wir genossen die langsameren Straßen und die Möglichkeit, an abgelegenen Orten anzuhalten und die Umgebung zu erkunden. In Nashville angekommen, entschieden wir uns für einen zentral gelegenen Campingplatz, der uns mit einem Shuttle in die Innenstadt brachte. Leider fiel unser Besuch mit einem großen Sportereignis zusammen, was einige unserer geplanten Aktivitäten einschränkte. Dennoch genossen wir die Stadt und erkundeten einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten und Restaurants.

Unsere Reise nach Florida wurde von einem unerwarteten Blizzard begleitet, der uns zu einer langen und anstrengenden Fahrt zwang (11 Stunden). Doch trotz der widrigen Witterungsbedingungen waren wir erleichtert, als wir endlich im Sunshine State (Florida) ankamen und im Silver Springs State Park die Natur erleben durften. 
Der Campground war etwas versteckt, aber nachdem wir ein paar Leute gefragt hatten, konnten wir ihn endlich finden. Er liegt mitten im Park und bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden. Wir entschieden uns für eine Tour mit einem Glasbodenkajak, die Kosten betrugen etwa 80€ pro Erwachsener, und wir buchten unsere Tour bei EPIC PADDLE ADVENTURES, obwohl es auch andere Anbieter gab. Die klaren Gewässer und die vielfältige Unterwasserwelt faszinierten uns, besonders die Begegnung mit Alligatoren und Manatees. Wir verbrachten Stunden damit, die Natur zu erkunden.

Wer respekt davor hat, kann auch eine Fahrt mit einem Glasbodenboot im Silver Springs unternehmen. Die Preise dafür liegen normalerweise zwischen $14 und $30 pro Person.

Die Dewinterisierung des Campers war eine einfache Prozedur, die wir dank einer klaren Anleitung bei Übernahme problemlos bewältigten. Indem wir etwas Essig ins Fahrzeug gaben und es dann am City-Wasser anschlossen. Dabei stellten wir fest, dass pinkfarbenes Wasser herauskam, das definitiv nicht zum Trinken geeignet war! Es ist wichtig, danach den Frischwassertank aufzufüllen und eine kurze Strecke zu fahren, um sicherzustellen, dass alle Rückstände ausgespült werden. Sobald kein pinkfarbenes Wasser mehr herauskommt, kann man alles bedenkenlos verwenden.

Unser Weg führte uns weiter zum Rainbow Springs State Park, wo wir leider die Gelegenheit verpassten, den Fluss mit einem Reifen hinunterzufahren. Stattdessen wagten wir uns zum The Canyons Zip Line and Adventure Park, wo wir unsere Höhenangst überwanden. Die wunderschöne Landschaft und die Adrenalinschübe ließen uns die Enttäuschung über die verpasste Gelegenheit schnell vergessen.

Im Myakka State Park genossen wir die unberührte Natur und planten Bootstouren, die jedoch aufgrund von Niedrigwasser ausfielen. Glücklicherweise bot uns eine Airboat-Tour ein alternatives Abenteuer und erlaubte uns, die Tierwelt Floridas aus einer anderen Perspektive zu erleben. Wir fühlten uns wie Ranger, die durch die unberührten Sümpfe und Flüsse des Parks navigierten und die Faszination der Natur hautnah erlebten.

Ein unerwartetes Problem mit dem Strom im Camper brachte uns in Kontakt mit dem Roadbear-Roadsideteam, das uns prompt unterstützte und uns half, das Problem zu lösen. Ihre schnelle Reaktion und professionelle Unterstützung beeindruckten uns und unterstrichen die Qualität ihres Kundenservices. Wir fühlten uns gut aufgehoben und konnten die Reise ohne weitere Zwischenfälle fortsetzen.

Auf Sanibel Island genossen wir die Ruhe des Periwinkle Campgrounds und beobachteten die vielfältige Tierwelt, die uns umgab. Mit einer Entfernung von ungefähr einer halben Meile zum Strand eignet sich der Park ideal für längere Aufenthalte, weshalb wir dort mehrere Tage verbracht haben. Die Nähe zum Captiva Beach ermöglichte uns einzigartige Sonnenuntergänge und bot einen perfekten Abschluss für unsere Tage auf der Insel. Es ist jedoch wichtig, dass das Parken mit einem Wohnmobil dort nicht gestattet ist. Ein Lyft hin und zurück kostet etwa genauso viel wie die Parkgebühren vor Ort, die bei ungefähr 25€ pro Stunde liegen. Wir nutzten die Zeit, um am Strand zu entspannen, Muscheln zu sammeln und die Schönheit der Natur zu bewundern.
Der Periwinkle Campground hat seine Besonderheiten: Hier wird ausschließlich bar und direkt vor Ort bezahlt, was eher untypisch für amerikanische Campingplätze ist. Der Campground selbst ist sehr ruhig und verfügt über zwei Teiche in der Mitte, in denen verschiedene Tiere wie Papageien und Schildkröten zu finden sind. Es ist absolut empfehlenswert, frühzeitig per Mail zu buchen!

Nach unserem Aufenthalt auf Sanibel Island, machten wir uns auf den Weg zum Oscar Scherer State Park, wo wir ganze vier Tage verbrachten. Da der Park etwas entfernt von einzigartigen Ausflugszielen liegt, entschieden wir uns, in der Nähe ein Auto von Alamo zu mieten, um flexibler zu den weißen Stränden zu gelangen. Wir erkundeten die Strände auf den Inseln Siesta Key, Lido Key, Longboat Key und Anna Maria Island. Der schönste Strand befand sich an der Spitze von Anna Maria Island, allerdings war er auch der windigste von allen. Das Tolle ist, dass man auf allen Inseln kostenfrei an den Stränden parken kann (Wohnmobile sind dort nicht erlaubt), aber das Suchen nach einem Parkplatz kann leider etwas mühsam sein.

Auch am Abend bot diese Umgebung zahlreiche Möglichkeiten zur Unterhaltung, darunter viele schöne Restaurants und eine einladende Ladenpassage auf St. Armands. Ein kleiner Tipp: Wenn man diese Region Floridas erkunden möchten, empfiehlt es sich, für diese Zei einen festen Ausgangspunkt/Campground zu wählen.

Trotz einiger Herausforderungen, wie einem Stromausfall im Camper oder der Absage von Bootstouren, war es eine tolle Reise mit unvergesslichen Erinnerungen. 

In Orlando beendeten wir unsere Reise mit einer Airboat-Tour, die uns noch einmal die Wildnis Floridas näher brachte, bevor wir unsere Koffer für die Heimreise packten. Unsere Erfahrung mit RoadBear war durchweg positiv, und wir würden jederzeit wieder mit ihnen reisen, dank ihrer hervorragenden Betreuung und Unterstützung während unserer gesamten Reise.

Mein Fazit zur Reise:

Trotz einiger Herausforderungen, wie einem Stromausfall im Camper oder der Absage von Bootstouren, war es eine tolle Reise mit unvergesslichen Erinnerungen. Ich wäre jederzeit bereit, wieder eine Neuwagenüberführung zu buchen. Die Qualität entsprach genau dem Standard von Roadbear. Die Übernahme und Rückgabe verliefen reibungslos, und alle Mitarbeiter waren äußerst höflich und hilfsbereit. Die Kommunikation während der Reise war ausgezeichnet und äußerst effizient. Das Roadassistens-Team war sofort zur Stelle, um zu helfen, und sie schlugen stets passende Lösungen vor.

Für die nächste Reise würde ich die Route von Chicago nach Orlando ändern und zusätzliche Stopps einplanen. Es gibt so viel zu erkunden entlang der Route.

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