Kanada Rundreise im Camper: Mit Fraserway im Oktober 2024 durch British Columbia und Vancouver Island

Anreise nach Vancouver und Übernahme des Fraserway Wohnmobils

Nach einem langen, aber angenehmen Flug von Deutschland nach Vancouver empfängt uns die klare, kühle Oktoberluft Kanadas. Schon beim Verlassen des Flughafens spürt man, dass hier die Natur allgegenwärtig ist. Da es in Nordamerika die 24-Stunden-Regel bei einer Camperübernahme gibt, verbringen wir die erste Nacht in einem Hotel in der Nähe des Flughafens. So können wir uns vom Flug erholen und den Jetlag abmildern.

Am nächsten Morgen holt uns der Shuttle-Service von Fraserway direkt am Hotel ab, ein äußerst praktisches Angebot, das den Start der Reise deutlich entspannter macht. An der Station angekommen, begrüßt uns ein freundlicher Mitarbeiter, der uns ausführlich jede Funktion des Fahrzeugs erklärt, von der Bedienung der Heizung bis zum Auffüllen des Frischwassertanks. Ein Tipp für alle, die zum ersten Mal mit einem Fraserway Wohnmobil Kanada unterwegs sind: Plant genügend Zeit für die Einweisung ein, macht Fotos von der Ausstattung und notiert euch Besonderheiten, um später Missverständnisse zu vermeiden.

Nachdem wir die ersten Einkäufe im nahegelegenen Supermarkt erledigt haben, richten wir uns im Camper ein. Der erste Abend in Vancouver dient dazu, die Vorfreude zu genießen und uns auf das bevorstehende Abenteuer einzustimmen.

Unser Fraserway Motorhome C-XLarge Slide-out (CS29-31) – Komfort auf vier Rädern

Für unsere Kanada Rundreise im Camper entschieden wir uns für das Modell Motorhome C-XLarge Slide-out (CS29-31) von Fraserway. Mit einer Länge von rund 9,5 Metern und einem cleveren Slide-out-System bietet dieses Wohnmobil erstaunlich viel Platz, selbst für längere Reisen. Der Slide-out erweitert im Stand den Wohn- und Küchenbereich, wodurch man sich auch an Regentagen oder – wie in unserem Fall während der Corona-Pause – nicht eingeengt fühlt.

Der Grundriss ist ideal für Familien oder Gruppen von bis zu vier Erwachsenen. Vorne befindet sich ein großzügiger Alkoven mit einem Doppelbett, im Heck ein weiteres großes Bett. Die Sitzecke lässt sich zusätzlich in eine Schlafgelegenheit verwandeln. Die Küche ist komplett ausgestattet mit Gasherd, Backofen, Mikrowelle, großem Kühlschrank und separatem Gefrierfach – perfekt, um unterwegs auch mal aufwendiger zu kochen.

Das Badezimmer bietet eine separate Dusche und eine Toilette mit Waschbecken, was gerade auf längeren Etappen oder bei Übernachtungen auf einfachen Campgrounds sehr angenehm ist. Stauraum ist reichlich vorhanden: Schränke im Innenraum, ein großer Außenstauraum für Campingmöbel und Sportausrüstung.

Auch beim Fahren hat sich der Camper bewährt. Trotz seiner Größe lässt er sich mit etwas Eingewöhnung sicher steuern. Die starke Motorisierung macht selbst steilere Bergstraßen problemlos möglich, und die erhöhte Sitzposition sorgt für beste Aussicht während der Fahrt. Ein besonderes Plus: Die Standheizung, die uns in den kühleren Oktober-Nächten zuverlässig warm hielt.

Für uns war dieser Camper die perfekte Wahl, um British Columbia flexibel und komfortabel zu erkunden – vom Stadtcamping in Vancouver bis zu abgelegenen Stellplätzen mitten im Regenwald.

Von Vancouver nach Whistler: Start der Reise

Am nächsten Morgen geht es los. Die Straße nach Whistler, der berühmte Sea-to-Sky Highway, bietet traumhafte Ausblicke auf Fjorde, Berge und dichte Wälder. Unterwegs halten wir immer wieder an kleinen Aussichtspunkten, um den Blick auf den glitzernden Howe Sound zu genießen.

In Whistler angekommen, beziehen wir unseren Platz auf dem Riverside Resort Campground. Dieser Campingplatz liegt idyllisch am Fluss, bietet großzügige Parzellen mit Strom- und Wasseranschluss sowie saubere Sanitäranlagen. Whistler selbst zeigt sich im Oktober von seiner ruhigen Seite, fernab des Wintertrubels. Wir schlendern durch den charmanten Ortskern, genießen einen Kaffee in der Mount Currie Coffee Company und lassen den Abend am Lagerfeuer ausklingen.

Über die Sunshine Coast bis Powell River

Von Whistler führt die Route wieder Richtung Küste nach Horseshoe Bay, wo die Fähre nach Langdale startet. Die Überfahrt dauert rund 40 Minuten und bietet fantastische Ausblicke auf die bewaldeten Inseln und tiefblauen Meeresarme. Ein Tipp für die Fährbuchung: Gerade in der Hauptsaison oder an Wochenenden lohnt es sich, vorab online zu reservieren.

Auf der Sunshine Coast folgen wir der Küstenstraße, die sich malerisch zwischen Meer und Bergen schlängelt. Kleine Orte wie Gibsons und Sechelt laden zu Stopps ein. Besonders sehenswert ist der Porpoise Bay Provincial Park, wo man im Herbst oft Seehunde im Wasser entdecken kann.

Der Powell River Campground ist unser nächstes Nachtlager. Hier genießen wir die Ruhe der Natur, hören das Rauschen der Bäume und lassen uns von den Sternen am klaren Nachthimmel beeindrucken.

Fähre nach Vancouver Island und Stopp in Campbell River

Von Powell River setzen wir mit der Fähre nach Comox auf Vancouver Island über. Die Überfahrt dauert rund 90 Minuten und ist bei klarer Sicht ein echtes Highlight, da man oft Weißkopfseeadler und sogar Delfine sichten kann.

Unser Ziel ist Campbell River, bekannt für Bärenbeobachtungstouren. Wir buchen eine Bärenbeobachtung Campbell River-Tour, die uns tief in die Wildnis führt. Das Erlebnis, Schwarzbären beim Fischen nach Lachsen zu beobachten, bleibt unvergesslich. Die Guides teilen ihr Wissen über das Verhalten der Tiere, und wir lernen, wie wichtig die Lachswanderung für das gesamte Ökosystem ist.

Übernachtet wird auf dem Thunderbird RV Park & Resort, der direkt am Wasser liegt und einen herrlichen Blick auf die Discovery Passage bietet.

Tofino und Ucluelet: Walbeobachtung und raue Küsten

Die Fahrt von Campbell River nach Tofino führt durch den Cathedral Grove im MacMillan Provincial Park, wo jahrhundertealte Douglasien in den Himmel ragen. Im Oktober taucht der Nebel den Wald in eine fast mystische Atmosphäre.

In Tofino angekommen, beziehen wir den Green Point Campground (Pacific Rim National Park), der direkt am Strand liegt. Der endlose Sandstrand lädt zu Spaziergängen ein, während die Wellen der Pazifikbrandung im Hintergrund rauschen. Hier starten wir zu einer Walbeobachtung Tofino-Tour. Der Herbst ist eine großartige Zeit, um Grauwale und Buckelwale zu sehen. Die Gischtfontänen der riesigen Meeressäuger sind schon von weitem sichtbar, und das Gefühl, so nah an diesen beeindruckenden Tieren zu sein, ist schlicht überwältigend.

Auch Ucluelet, nur eine halbe Stunde entfernt, lohnt sich. Der Wild Pacific Trail bietet spektakuläre Ausblicke auf die zerklüftete Küste und tosende Wellen.

Corona-Zwangspause auf Vancouver Island

Mitten in unserer Reise erwischt uns die Corona-Realität. Ein positiver Test bedeutet, dass wir einige Tage im Camper bleiben müssen. Glücklicherweise stehen wir auf einem ruhig gelegenen Platz mit Blick auf den Wald. Wir nutzen die Zeit zum Ausruhen, Lesen und Kochen im Camper. Diese unerwartete Pause zeigt uns, wie wertvoll Flexibilität auf einer Kanada Rundreise im Camper ist. Trotz des Stillstands genießen wir den Komfort unseres Fahrzeugs und den Blick auf die herbstliche Natur.

Victoria: Britisches Flair an der Südspitze der Insel

Nach der Genesung setzen wir unsere Reise fort und erreichen Victoria, die Hauptstadt von British Columbia. Die Stadt besticht mit viktorianischer Architektur, gemütlichen Teehäusern und dem lebendigen Inner Harbour. Wir parken den Camper auf dem Salish Seaside RV Resort & Marina und erkunden die Stadt zu Fuß.

Ein Highlight ist der Besuch der Innenstadt, die auch im Herbst farbenprächtig blühen. Kulinarisch empfehlen wir Red Fish Blue Fish, ein kleines Fischrestaurant direkt am Wasser, das für seine nachhaltigen Fischgerichte bekannt ist.

Rückfahrt nach Vancouver

Von Victoria bringt uns die Fähre über die Strait of Georgia zurück nach Tsawwassen. Die Überfahrt dauert rund anderthalb Stunden. Bei Sonnenschein ist es ein Genuss, an Deck zu stehen und die vorbeiziehenden Inseln zu beobachten.

In Vancouver verbringen wir die letzten Tage unserer Reise. Ein Spaziergang durch den Stanley Park, ein Bummel über den Granville Island Public Market und ein Abendessen im Cardero’s Restaurant am Hafen runden das Abenteuer ab.

Praktische Tipps für eine Kanada Rundreise im Camper im Oktober

  • Reisezeit und Wetter: Der Oktober ist ideal für ruhige Straßen, farbenfrohe Herbstlandschaften und weniger Touristen. Es kann kühl werden, daher warme Kleidung einpacken.
  • Campingausrüstung: Neben Standardausrüstung lohnt sich ein guter Schlafsack für kühlere Nächte.
  • Fährbuchungen: Am besten frühzeitig online reservieren, um Wartezeiten zu vermeiden.
  • Wildlife-Touren: Früh buchen, da die Saison im Herbst endet.
  • Essen und Trinken: Probiert lokale Spezialitäten wie Lachsburger, Clam Chowder und kanadisches Craft Beer.

Campgrounds und Fährrouten unserer Kanada Rundreise

Vancouver – Capilano River RV Park
Zentral gelegen in North Vancouver, mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss sowie Waschmaschinen. Perfekt, um die Stadt zu erkunden. Frühzeitig reservieren, da sehr beliebt.

Whistler – Riverside Resort Campground
Am Fluss gelegen, mit Strom- und Wasseranschluss, Feuerstellen und gutem WLAN. Ideal für Spaziergänge ins Zentrum und entspannte Abende am Lagerfeuer.

Sunshine Coast – Porpoise Bay Campground
Direkt am Meer im Porpoise Bay Provincial Park, einfache Ausstattung und viel Natur. Besonders an Wochenenden früh buchen. Fähre: Horseshoe Bay → Langdale, ca. 40 Minuten.

Powell River – Powell River Campground
Ruhige Lage, große Parzellen und Feuerstellen. Fähre: Earls Cove → Saltery Bay, ca. 50 Minuten. Meist auch kurzfristig verfügbar.

Campbell River – Thunderbird RV Park & Resort
Direkt am Wasser mit Blick auf die Discovery Passage, moderne Sanitäranlagen, nah an Bären-Touren. Fähre: Powell River → Comox, ca. 90 Minuten. In der Hauptsaison früh buchen.

Tofino – Green Point Campground
Mitten im Regenwald des Pacific Rim National Park gelegen, kurze Wege zum Long Beach, einfache Sanitäranlagen, Strom an den Stellplätzen. Sehr beliebt, unbedingt lange im Voraus reservieren.

Ucluelet – Surf Junction Campground
Nahe am Wild Pacific Trail, rustikal mit Sauna und Gemeinschaftsküche. Ideal für Wanderfreunde und Naturgenießer.

Victoria – Salish Seaside RV Resort & Marina
Gute Busverbindung ins Stadtzentrum, Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss. Fähre: Swartz Bay → Tsawwassen, ca. 90 Minuten. Für Camper unbedingt reservieren.

Fazit: Unsere Kanada Rundreise im Oktober

Die zwei Wochen im Fraserway Wohnmobil haben uns gezeigt, warum Kanada Rundreise im Camper für viele der Inbegriff von Freiheit ist. Die Kombination aus wilden Küsten, majestätischen Bergen, tiefen Wäldern und charmanten Kleinstädten macht British Columbia zu einem Paradies für Naturliebhaber.

Trotz einer unerwarteten Corona-Pause konnten wir jeden einzelnen Abschnitt genießen – mal in völliger Ruhe im Camper, mal bei aufregenden Wildlife-Begegnungen. Die Fährfahrten, die uns von der Sunshine Coast nach Vancouver Island und wieder zurück aufs Festland brachten, waren kleine Reisen für sich, die jedes Mal neue Ausblicke und Eindrücke boten.

Im Oktober erlebten wir Kanada in warmen Herbstfarben, ohne den Trubel der Hauptsaison. Die Temperaturen sind frischer, aber dafür sind Campgrounds entspannter, Straßen leerer und Fotomotive oft noch beeindruckender. Für alle, die Abenteuer, Flexibilität und die Nähe zur Natur suchen, ist diese Route mit dem Fraserway Wohnmobil Kanada eine unvergessliche Wahl.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.